Startseite

Forum

Blogs

Informationen

1. Bedeutung
2. Genetik
3. Symptome
4. Diagnostik
5. Therapie
6. Sonstiges
7. Häufige    Fragen

Glossar

Links

Impressum

Symptome

Oft bekommen Betroffene nur einige der gelisteten Symptome.
Die Krankheitszeichen verstärken sich mit zunehmender Eisenüberladung. Irreversible Schäden durch Eisenüberschuss finden sich -bis auf Gelenkschäden-fast nie, wenn der Ferritinwert zum Diagnosezeitpunkt <1000ng/ml liegt.

Wann treten erste Symptome auf?

Bei Männern manifestieren sich erste klinische Symptome meist zwischen
dem 20. und 40. Lebensjahr.
Frauen haben vor den Wechseljahren einen erhöhten Eisenbedarf und daher einen gewissen Schutz vor Eisenüberladung. Bei ihnen treten erste Krankheitszeichen im Vergleich zu Männern meist später und weniger ausgeprägt auf.

Frühzeichen

  • Auffällige Laborwerte: erhöhte Eisenwerte, evtl. erhöhte Leberwerte,
  • Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Leistungsschwäche,
  • Evtl. Gelenkschmerzen an verschiedenen Gelenken, insbesondere schmerzhafte Schwellungen und Auftreibungen der Grund-und Mittelgelenke des Zeige-und Mittelfingers

Weitere mögliche Krankheitszeichen und Folgeschäden bei zunehmender Eisenüberladung

  • Leberschäden: (Lebervergrößerung, Leberfibrose, im Spätstadium Leberzirrhose mit stark erhöhtem Risiko eines Leberzellkarzinoms)
  • Herzinsuffizienz: Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) durch Eisenablagerungen in den Herzmuskel, Herzrhythmusstörungen
  • Störungen der Geschlechtsfunktion: nachlassende Libido, Potenzminderung, schwache oder verkürzte, später ganz ausbleibende Monatsblutung
  • Diabetes: Gewichtsverlust, vermehrte Harnausscheidung
  • Hautveränderungen: dunkle Pigmentierung an sonnenexponierter Haut, aschgrauer oder bronzefarbiger Hautteint
  • Haarausfall und frühzeitiges Ergrauen der Haare
  • Hämochromatose-Arthropathie: Gelenkschmerzen und Gelenkveränderungen
  • Allgemeinsymptome wie starke Müdigkeit, depressive Verstimmung, Infektanfälligkeit

Gelenkbeschwerden bei Hämochromatose-Arthropathie

Bei rund 64% der Hämochromatosepatienten sind die Gelenke betroffen. Der Gelenkbefall ist eher degenerativer als entzündlicher Art, also ähnlich wie Arthrose. Jedoch finden sich auch entzündliche Verläufe im Erscheinungsbild ähnlich einer rheumatoiden Arthritis. Die Arthropathie kann unabhängig von Krankheitsdauer und Grad der Eisenüberladung auftreten.

  • Chronische Gelenkschmerzen und Gelenkveränderungen meist degenerativer Ausprägung.
    betroffene Gelenke: u.a. Fingergelenke, Handgelenk, Hüfte, Knie, Sprunggelenk, Großzehengrundgelenk
    (sehr häufig: schmerzhafte Schwellungen und Auftreibungen der Grund-und Mittelgelenke des Zeige-und Mittelfingers, weitere häufig betroffene Gelenke sind Hüfte und Knie)
  • Chondrocalcinose, Pseudogicht
  • Sehnen- und Muskelbeschwerden
Copyright 2008 Hämochromatose-Forum.de