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Zöliakie und Hämochromatose

Hier könnt Ihr alles reinschreiben, was mit Eisenüberladung und hereditärer Hämochromatose zu tun hat

Zöliakie und Hämochromatose

Beitragvon Lia » So 21. Mär 2004, 02:25

Hallo Bärbel ,

herzlich willkommen
Du hast unter Umfragen die Frage gestellt ,ob es einen Zusammenhang zwischen Zöliakie gibt und Hämochromatose.
Du schreibst, daß Du Zöliakie hast und erhöhte Eisenwerte.

Vielleicht schreib ich morgen noch mehr dazu ,erstmal kann ich Dir dazu sagen:
JA
Es ist nachgewiesen worden,daß bei Zöliakiepatienten eine genetische Mutation für Hämochromatose gehäuft auftritt.
Meines Wissens sind bis zu 10 Prozent der Zöliakiekranken homozygot dafür.
Die Mutationen,als eine Ursache für Zöliakie (ich weiß nicht ob es noch weitere Ursachen gibt) finden auf demselben Chromosom statt wie die Mutationen für Hämochromatose
Auf dem Chromosom 6.

Die Zöliakie verursacht normalerweise niedrigen Eisenwert bis hin zu Eisenmangel.
Bei Hämochromatose sind die Eisenwerte abnorm erhöht.
Deswegen haben Zöliakiekranke ,die zusätzlich homozygot für die Hämochromatosemutation sind, meist für Zöliakiepatienten"gute" Eisenwerte im Normbereich.
(worüber sich jeder Arzt erst mal freut ,wenn er über obengenannten Zusammenhang zwischen Zöliakie und Hämochromatose nichts weiß :| )

Du schreibst ,daß Du erhöhte Eisenwerte hast, obwohl Du Zöliakie hast .
Daher ist mein persönlicher Rat an Dich ,Dich dringend auf Hämochromatose testen zu lassen.
Drucke evtl einige Seiten aus dem Internet aus, gehe zu Deinem Hausarzt, und sage ihm, er soll Dich auf Hämochromatose untersuchen lassen.
Hat man bei Dir Ferritin und Transferrinsättigung bereits gemessen?
Wenn nicht ,soll er zusätzlich zum Serumeisen folgende Werte bestimmen:
Dabei sollte Zöliakie vom Hausarzt dringend mitbeachtet werden in der Bewertung:

Ferritin
Transferrinsättigung
Transferrin

laß den Gentest machen für die 3 gängigsten Mutationen für Hämochromatose. Ich würde ihn an Deiner Stelle wegen der Zöliakie unbedingt auch dann machen,wenn Du keine wesentliche Erhöhung dieser obengenannten Parameter hast.

Wenn Du bislang keine Symptome von HH haben solltest, können durch die Aderlässe als wirksame Therapie zur Entfernung des überschüssigen Eisens die schlimmen Spätschäden vermieden werden.
Sprich wenn Du jetzt keine Symptome hat und Du das überschüssige Eisen entfernen läßt ,wirst Du vorrausichtlich nie HH-Symptome entwickeln!
Die Erstellung eines Therapieplans (wann wieviele Aderlässe in welcher Menge)sollte beim Spezialisten gemacht werden,der sich mit Hämochromatose auskennt,die Aderlässe selber können in Kliniken oder aber auch vom Hausarzt vorgenommen werden.

Ich hoffe ,ich konnte Dir ein bischen weiterhelfen :)
Wenn Du dazu weitere Fragen hast , versuch ich gerne zu antworten.

Liebe Grüße

Lia
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Lia
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Beitragvon Lia » Mo 22. Mär 2004, 11:41

Hallo,

Ich habe hier eine Seite auf englisch,
auf der zu lesen ist,
daß bei der Zöliakie HFE Genmutationen häufig sind
Ein krankheitsspezifischer Haplotyp,der C282Y und DQB1*02 trägt ,wird vermutet.
Es wird auch angenommen, daß HFE Genmutationen einen evolutionären Überlebensvorteil bieten,was den durch Zöliakie entstehenden Eisenmangel betrifft.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/quer ... s=12145797

Wichtig ist generell, daß wenn man Zöliakie und HFE-Mutation zusammen hat, beides gleichermaßen gut therapiert wird.
Die Diät zur Therapie von Zöliakie ist in der Regel eisenreich, diese muß bei Feststellung einer HFEMutation geändert werden.


Lieben Gruß

Lia
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Lia
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